Editorial im September 2026

Liebe Leser,
im Editorial der August-Ausgabe des „Fels“ ging es um die Trennung der Pius Brüder von der katholischen Kirche. Kardinal Müller und der Theologe Christoph Ohly konnten den Pius Brüdern nicht deutlich machen, dass Benedikt XVI. versuchte, aufzuzeigen dass das Zweite Vaticanum im Verhältnis von Kirche und Staat Freiräume schaffte, die nicht vom Glauben der katholischen Kirche wegführten. Menschliche Unzulänglichkeiten mögen der Grund dafür sein, sich dieser Erkenntnis zu entziehen.
Der „Synodale Weg“ dagegen hat sicher den Volksglauben mehr beschädigt als die Pius Brüder, die gegenüber der Eucharistiefeier keine Zugeständnisse gemacht haben.
Der Gesamtgesellschaft wurde entzogen, was sie von der Kirche erwarten kann: Den Wert des Lebens, die Bedeutung der Familie und auch die besondere Rolle der Frau.
Die Bischöfe versuchten ihre Rolle, die ihnen von Gott übertragen wurde – das Wort Gottes und den rechten katholischen Glaubenweiterzugeben – wegzuschieben. Sie kamen dadurch in eine Doppelbindung gegenüber dem Papst und den Erwartungen der Laienvertretungen. Bischöfe, die sich nicht dem heiligen Geist öffnen werden so zu Menschen mit fehlenden Standfestigkeit gegenüber der Mehrheitsmeinung. Sie werden ihrer Aufgabe nicht gerecht. Die Kirche bleibt damit der Gesellschaft schuldig, was von ihr zurecht erwarten werden kann.
Es gibt aber auch in dieser Zeit die Möglichkeit, in der jeder nach seiner Facon lebt, sich mit Gruppen und Gemeinschaften zu verbinden, die sich bemühen das Wort Jesu umzusetzen.
Pfarrer von Ars, Johannes Maria Vianney, ist bekannt dafür, dass er dem Wort Gottes treu blieb, danach lebte und es auch so verkündete. Ganz Frankreich kam schließlich nach Ars, um sich von ihm ermutigen und sich im Glauben bestärken zu lassen.
Mit den besten Wünschen aus Kaufering
Ihr
Hubert Gindert